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Prevent Infect
SAA-REHA-027

Blasenverweilkatheter

Letzte Prüfung
10.04.2026
Rechtsgrundlage
§23 IfSG (Prävention nosokomialer Infektionen, Surveillance); §36 IfSG (Hygienepläne in Einrichtungen); KRINKO: Prävention und Kontrolle Katheter-assoziierter Harnwegsinfektionen (Bundesgesundheitsblatt 2015; 58:641–650); DIN EN ISO 8669-2 (Anforderungen an Harnverweilkatheter und Ableitungssysteme); AWMF-Leitlinie „Harndrainage" S1, AWMF-Reg.-Nr. 043/018; RKI-Empfehlung Händehygiene 2016 (Bundesgesundheitsblatt 2016; 59:1189–1220)
01Zweck und Geltungsbereich

1. Zweck und Geltungsbereich

Diese Standard-Arbeitsanweisung (SAA) gilt für die Rehabilitationseinrichtungen Ihre Einrichtung. Sie regelt den gesamten Prozess der Anlage, Pflege und Entfernung von Blasenverweilkathetern (transurethral und suprapubisch) mit dem Ziel, katheterassoziierte Harnwegsinfektionen (CA-HWI) zu verhüten.

CA-HWI zählen zu den häufigsten nosokomialen Infektionen in stationären Einrichtungen. Im Rehabilitationskontext – insbesondere bei Rehabilitanden mit neurogener Blasenfunktionsstörung (z. B. nach Schlaganfall, Rückenmarksverletzung, Multipler Sklerose) – besteht ein erhöhtes Dauerrisiko. Jeder unnötige Katheter und jeder vermeidbare Kathetertag steigert das Infektionsrisiko.

Die SAA ist verbindlich für alle Mitarbeitenden, die in die Versorgung von Rehabilitanden mit Blasenverweilkathetern eingebunden sind (Ärztlicher Dienst, Pflegefachkräfte, Pflegehilfskräfte unter Aufsicht). Katheterisierungen dürfen ausschließlich von Personen durchgeführt werden, die in korrekter Indikationsstellung, aseptischer Technik und Katheterhygiene geschult sind. Regelmäßige Schulungen – auch zur Erkennung katheterassoziierter Komplikationen – sind verpflichtend.

02Indikationsstellung und tägliche Indikationsprüfung

2. Indikationsstellung und tägliche Indikationsprüfung

2.1 Zugelassene Indikationen

Ein Blasenverweilkatheter darf nur bei strenger medizinischer Indikation angelegt werden. Die Indikation ist ärztlich anzuordnen und schriftlich zu dokumentieren. Anerkannte Indikationen sind:

  • Akuter Harnverhalt
  • Ableitung bei ausgewählten operativen Eingriffen und in der unmittelbaren postoperativen Phase
  • Bilanzpflicht bei schwerkranken Rehabilitanden (intensivmedizinisch oder palliativ)
  • Neurogene Blasenentleerungsstörung mit Restharnbildung ≥ 100 ml, wenn intermittierender Katheterismus nicht möglich oder kontraindiziert ist
  • Harninkontinenz bei schwerem Sakraldekubitus (Grad III/IV) als überbrückende Maßnahme
  • Palliative Versorgung zur Symptomlinderung

2.2 Alternativen prüfen

Vor Anlage eines Verweilkatheters sind Alternativen zu prüfen und zu dokumentieren:

  • Bevorzugt: Aseptischer intermittierender Einmalkatheterismus (ISK) – auch als Selbstkatheterismus durch den Rehabilitanden nach Schulung; Frequenz bis 6× täglich, Blasenfüllung nie > 400 ml
  • Kondomurinal (beim Mann) bei Harninkontinenz ohne Restharn
  • Physiotherapeutische Blasentraining-Programme im Rahmen der neurologischen Rehabilitation

2.3 Tägliche Indikationsprüfung

Die Indikation zum Verbleib des Katheters ist täglich durch den ärztlichen Dienst zu überprüfen und im Dokumentationssystem zu bestätigen oder zur Entfernung anzuordnen. Fällt die Indikation weg, ist der Katheter unverzüglich zu entfernen. Die Liegedauer ist auf das medizinisch erforderliche Minimum zu beschränken.

2.4 Kathetermaterial in Abhängigkeit der geplanten Liegedauer

  • Kurzzeitdrainage ≤ 5 Tage: Latexkatheter zulässig – vorausgesetzt, eine Latexallergie ist ausgeschlossen
  • Langzeitdrainage > 5 Tage: ausschließlich Vollsilikonkatheter (KRINKO Kategorie I B)
  • Antimikrobiell beschichtete Katheter werden nicht routinemäßig empfohlen (KRINKO Kategorie III)
03Katheteranlage – transurethral

3. Katheteranlage – transurethral

3.1 Vorbereitung

  1. Ärztliche Anordnung und Indikationsdokumentation prüfen.
  2. Latexallergie des Rehabilitanden überprüfen.
  3. Katheter-Set bereitstellen (enthält: sterile Handschuhe, sterile Abdecktücher, sterile Tupfer, ggf. sterile Pinzette, Schleimhautantiseptikum, steriles Gleitmittel, Ableitungssystem).
  4. Hygienische Händedesinfektion gemäß Reinigungs- und Desinfektionsmittelplan durchführen (Einwirkzeit einhalten).

3.2 Aseptische Durchführung

  1. Sterile Handschuhe anlegen, steriles Arbeitsfeld aufbauen.
  2. Genitale reinigen; Harnröhrenöffnung und Umgebung mit Schleimhautantiseptikum desinfizieren – Einwirkzeit lt. Reinigungs- und Desinfektionsmittelplan beachten!
  3. Steriles Gleitmittel (Lokalanästhetikum-Gel beim Mann mindestens 3–5 min einwirken lassen) instillieren.
  4. Kleinstmögliche Charrière-Größe wählen, die ausreichenden Harnabfluss gewährleistet (Frauen i. d. R. Ch 14–16, Männer i. d. R. Ch 12–16); Urothelschäden durch überdimensionierte Katheter vermeiden.
  5. Katheter vollständig einführen bis zum Anschluss-Y-Stück (beim Mann bis Widerstand überwindbar, dann noch ca. 2 cm weiter).
  6. Warten bis Urin fließt, dann Katheter noch 1–2 cm weiter vorschieben, bevor der Ballon gefüllt wird.
  7. Ballonfüllung: steriles Aqua dest., vorzugsweise sterile 8–10%ige Glycerin-Wasserlösung (dichtet Membranporen ab, verhindert spontane Entblockung) – Volumen laut Herstellerangaben (i. d. R. 10 ml). Kein NaCl 0,9% (Kristallisationsgefahr im Blockkanal)! Ballonüberfüllung vermeiden (KRINKO Kat. I B).
  8. Während der Ballonfüllung Katheter mit einer Hand fixieren, um Dislokation in die Urethra zu verhindern.
  9. Katheter ohne Zug am Unterbauch zur Leiste hin lagern und fixieren.
  10. Unmittelbar anschließend an steriles, geschlossenes Ableitungssystem gemäß DIN EN ISO 8669-2 anschließen.

3.3 Nach der Anlage

  • Einmalhandschuhe ablegen, hygienische Händedesinfektion.
  • Anlage in der Rehabilitandendokumentation dokumentieren (Datum, Uhrzeit, Kathetertyp, Material, Charrière, Blockungsvolumen, Indikation, durchführende Person).
04Katheteranlage – suprapubisch

4. Katheteranlage – suprapubisch

4.1 Indikation

Der suprapubische Blasenkatheter (SBK) ist bei einer geplanten oder absehbaren Drainagedauer von > 5 Tagen dem transurethralen Verweilkatheter vorzuziehen, um urethrale Schäden und periurethrale Infektionen zu vermeiden (KRINKO Kat. I B). Weitere Indikationen: größere abdominelle oder urologische Eingriffe, Harnröhrenpathologien, neurologische Rehabilitanden mit Langzeitbedarf sowie Situationen, bei denen eine Kontrolle der Spontanmiktion und Restharnmessung erwünscht ist.

4.2 Kontraindikationen

  • Blasentumor (bekannt oder V. a.)
  • Abdominale oder pelvine Tumoren mit Blasenverdrängung
  • Nicht ausreichend gefüllte Harnblase (Mindestfüllung ca. 300 ml)
  • Schwere Gerinnungsstörung (relativ)
  • Ausgeprägte Voroperationen im Unterbauch mit Verwachsungen (relativ)

4.3 Anlage

Die Anlage ist eine ärztliche Maßnahme unter sterilen Kautelen (sterile Abdeckung, Lokalanästhesie, Trokareinführung oder Seldinger-Technik). Ultraschallgesteuerte Punktion ist zu bevorzugen, um Komplikationen zu minimieren. Anschließend Anschluss an geschlossenes Ableitungssystem.

4.4 Wundpflege und Wechselintervalle

  • Einstichstelle: zunächst täglich Verbandwechsel (steril); bei reizloser Wunde ab Tag 3–5 alle 2–3 Tage; bei Rötung, Sekretion oder Infektionszeichen sofort wechseln und ärztliche Rücksprache.
  • Katheterrwechsel: nicht routinemäßig in festen Intervallen, sondern nach Herstellerangaben und klinischem Befund; orientierend: erster Wechsel nach 4 Wochen, danach alle 4–12 Wochen (ärztliche Anordnung erforderlich).
  • Jede Steigerung der Katheterdicke beim Wechsel ist zu vermeiden.
05Pflege und Hygienemaßnahmen

5. Pflege und Hygienemaßnahmen

5.1 Händehygiene

Vor und nach jeder Manipulation am Katheter oder Ableitungssystem ist eine hygienische Händedesinfektion durchzuführen (KRINKO Kat. I B) → Mittel und Einwirkzeit gemäß Reinigungs- und Desinfektionsmittelplan. Bei direktem Kontakt mit Urin oder Schleimhaut: zusätzlich Einmalhandschuhe.

5.2 Geschlossenes Ableitungssystem

  • Ausschließlich sterile, geschlossene Ableitungssysteme verwenden (KRINKO Kat. I A).
  • Katheter und Drainageschlauch nicht diskonnektieren (Kat. I A). Bei unvermeidlicher Diskonnektion (z. B. Katheterwechsel): Konnektionsstelle zuvor mit alkoholischem Präparat wischdesinfizieren (Einwirkzeit!), Wiederverbindung ausschließlich aseptisch.
  • Keine Routine-Spülungen oder -Instillationen zur Infektionsprophylaxe (Kat. I B); nur bei spezieller urologischer Indikation auf ärztliche Anordnung.

5.3 Harnabfluss sichern

  • Abknicken von Katheter und Drainageschlauch konsequent vermeiden (Kat. I B).
  • Drainagebeutel immer frei hängend, ohne Bodenkontakt, unterhalb des Blasenniveaus positionieren (Kat. I B).
  • Beutel leeren, bevor der Urin die Rückflusssperre berührt (d. h. i. d. R. bei ca. 2/3 Füllung). Beim Entleeren Einmalhandschuhe tragen; Ablassstutzen darf das Auffanggefäß nicht berühren.
  • Beim Transport oder Umlagerung: Beutel zuvor entleeren und kurzfristig abklemmen – danach sofort wieder öffnen.

5.4 Meatus-urethrae-Pflege und Katheterhygiene

  • Reinigung des Genitales 1–2× täglich mit Wasser und Seifenlotion im Rahmen der normalen Körperpflege – ohne Antiseptika (diese bieten keinen Zusatznutzen und können Resistenzen fördern; KRINKO Kat. I B).
  • Zug am Katheter während der Pflege vermeiden (Kat. I B).
  • Auf perineale Hygiene achten, besonders nach Stuhlgang (Kat. I B).
  • Meatusnahe Inkrustationen: schonende Beseitigung mit z.B. mit NaCl oder H₂O₂ (3%) getränkten Mulltupfern (KRINKO Kat. II).

5.5 Inkrustationsprophylaxe und Trinkmenge

Eine ausreichende Urinausscheidung von 1,5–2,0 l/24 h anstreben (Kat. II). Urin-pH-Optimum: 5,8–6,2. Bei Neigung zu Inkrustation: ärztliche Rücksprache bezüglich Harnansäuerung. Regelmäßige Trinkmengendokumentation.

5.6 Katheterwechsel

Katheter werden nicht routinemäßig in festen Intervallen gewechselt (Kat. I B). Ein Wechsel erfolgt ausschließlich bei klinischer Indikation:

  • Inkrustation oder Obstruktion mit eingeschränktem Harnfluss
  • Infektionszeichen (Fieber ≥ 38,5 °C, Flankenschmerzen, trüber/fötider Urin) nach ärztlicher Anordnung
  • Katheterdefekt oder unbeabsichtigte Entblockung
  • Maximale Liegezeit nach Herstellerangaben

5.7 Keine Antibiotika-Prophylaxe

Eine antibiotische Infektionsprophylaxe beim Legen eines Katheters oder während der Liegedauer wird nicht empfohlen (KRINKO Kat. I B). Asymptomatische Bakteriurie bei katheterisierten Rehabilitanden wird grundsätzlich nicht behandelt (Ausnahme: vor geplanten urologischen Eingriffen – ärztliche Entscheidung).

5.8 Infektionszeichen – tägliche Kontrolle

Täglich sind folgende Parameter zu kontrollieren und zu dokumentieren: Körpertemperatur, Urinbeschaffenheit (Trübung, Flocken, Fötidität), Schmerzen im Bereich Harnröhre/Blase/Flanke. Bei Verdacht auf CA-HWI: ärztliche Rücksprache, Urinprobe und ggf. Entfernung des Katheters.

06Katheterentfernung

6. Katheterentfernung

6.1 Indikation zur Entfernung

Sobald die medizinische Indikation für den Katheter entfällt, ist dieser unverzüglich zu entfernen. Die Entscheidung und das Entferndatum sind ärztlich anzuordnen und zu dokumentieren.

6.2 Kein Blasentraining durch Abklemmen

Das intermittierende Abklemmen des Katheters vor Entfernung zur Steigerung der Blasenkapazität („Blasentraining") ist zu unterlassen. Diese Maßnahme initiiert Infektionskomplikationen und ist kontraproduktiv (KRINKO Kat. I B). Beim suprapubischen Katheter ist eine Kontrolle der Spontanmiktion problemlos ohne Abklemmen des Dauerkatheters möglich.

6.3 Durchführung der Entfernung

  1. Hygienische Händedesinfektion, Einmalhandschuhe anlegen.
  2. Ballon vollständig entblocken (Aspirat mit aufgesetzter Spritze vollständig zurückziehen, Volumen kontrollieren).
  3. Katheter langsam und ohne Kraftaufwand entfernen.
  4. Genitale reinigen, Einmalhandschuhe ablegen, Händedesinfektion.

6.4 Nachüberwachung

  • Erste Spontanmiktion wird innerhalb von 6 Stunden erwartet und zu dokumentieren.
  • Bei Ausbleiben der Miktion nach 6 h: Restharnmessung per Sonographie; bei Restharn > 400 ml → ärztliche Rücksprache; intermittierender Einmalkatheterismus bevorzugt vor erneutem Verweilkatheter.
  • Überwachung auf Infektionszeichen (Dysurie, Hämaturie, Fieber) in den ersten 24–48 h nach Entfernung.
  • Alle Befunde und Maßnahmen dokumentieren.
07Urinprobengewinnung

7. Urinprobengewinnung

7.1 Probenentnahme für Mikrobiologie

  1. Hygienische Händedesinfektion, Einmalhandschuhe anlegen.
  2. Patientennahe Probeentnahmestelle am geschlossenen Ableitungssystem aufsuchen (KRINKO Kat. I B) – niemals den Beutel oder den Ablassstutzen für Keimzahlanalysen verwenden.
  3. Probeentnahmestelle mit alkoholischem Präparat wischdesinfizieren; Einwirkzeit gemäß Reinigungs- und Desinfektionsmittelplan einhalten.
  4. Urin mit steriler Spritze aseptisch aspirieren (für Mikrobiologie: mind. 5–10 ml in steriles Transportröhrchen).
  5. Probe sofort beschriften (Rehabilitand, Datum, Uhrzeit, Entnahmeort) und unverzüglich ins Labor (max. 2 h bei Raumtemperatur oder bis 24 h bei Kühlung +2 bis +8 °C).

7.2 Urin für andere Untersuchungen (Bilanz, Urinstatus)

Für reine Mengenbestimmung oder Urinstatus-Teststreifen: Urin mit Einmalhandschuhen aus dem Ablassstutzen des Beutels entnehmen. Ablassstutzen darf Auffanggefäß nicht berühren.

7.3 Indikation zur mikrobiologischen Untersuchung

Bakteriologische Urinuntersuchungen erfolgen ausschließlich bei klinischer Symptomatik (Fieber ohne anderen Fokus, Flankenschmerzen, neu aufgetretene Pyurie mit Symptomen; KRINKO Kat. III). Ein generelles routinemäßiges mikrobiologisches Screening bei dauerkatheterisierten Rehabilitanden wird nicht empfohlen. Asymptomatische Bakteriurie ist bei Dauerkatheter nicht behandlungspflichtig.

7.4 Dokumentation der Probenentnahme

  • Klinische Indikation für die Probenentnahme
  • Datum, Uhrzeit, Entnahmemethode
  • Art der Untersuchung (Mikrobiologie, Urinstatus, Sediment etc.)
  • Laborbefund und eingeleitete Konsequenzen
08Dokumentation und Surveillance

8. Dokumentation und Surveillance

8.1 Pflichtdokumentation für jeden Blasenverweilkatheter

Für jeden angelegten Katheter sind folgende Angaben im Rehabilitandendokumentationssystem zu erfassen:

  • Ärztliche Anordnung mit Indikationsbegründung
  • Anlagedatum und -uhrzeit
  • Kathetertyp (transurethral / suprapubisch), Material (Latex / Vollsilikon), Charrière, Blockungsvolumen und -medium
  • Name der anlegenden Person
  • Tägliche Indikationsprüfung: Datum, Ergebnis (Fortführung oder Anordnung zur Entfernung), zeichnende Ärztin/zeichnender Arzt
  • Wechseldaten: Datum, Grund, Kathetertyp und -größe des neuen Katheters
  • Entferndatum und -uhrzeit, Zeitpunkt der ersten Spontanmiktion
  • Komplikationen (Harnverhalt nach Entfernung, Hämaturie, Infektionszeichen, Katheterdislokation etc.) mit eingeleiteten Maßnahmen
  • Urinprobenentnahmen: Datum, Indikation, Laborbefund, Konsequenz

8.2 Schulungsnachweise

Die Teilnahme an Schulungen zu Katheterhygiene und katheterassoziierter Infektionsprävention ist für alle involvierten Mitarbeitenden zu dokumentieren. Schulungsintervall: mindestens jährlich.

Quellen

Quellen

  1. Kommission für Krankenhaushygiene und Infektionsprävention (KRINKO) beim Robert Koch-Institut: Prävention und Kontrolle Katheter-assoziierter Harnwegsinfektionen. Bundesgesundheitsblatt 2015; 58(7):641–650.
  2. Robert Koch-Institut (RKI): Händehygiene in Einrichtungen des Gesundheitswesens. Empfehlung der KRINKO. Bundesgesundheitsblatt 2016; 59(9):1189–1220.
  3. Deutsche Gesellschaft für Urologie (DGU) / AWMF: Leitlinie „Harndrainage" S1, AWMF-Reg.-Nr. 043/018 (2015).
  4. DIN EN ISO 8669-2: Einmalkatheter und Urindrainagesysteme – Anforderungen an Harnverweilkatheter (aktuell gültige Fassung).
  5. Infektionsschutzgesetz (IfSG): §23 Nosokomiale Infektionen, Resistenzen; §36 Hygienepläne.
  6. Österreichische Gesellschaft für Krankenhaushygiene (ÖGKH): Hygieneempfehlungen zur Prävention Katheter-assoziierter Harnwegsinfektionen (Fachrichtlinie 2022).
  7. CDC / NHSN: Catheter-associated Urinary Tract Infection (CAUTI) Event. Device-associated Module (aktuell gültige Fassung). Centers for Disease Control and Prevention, Atlanta.
  8. Universitätsklinik Balgrist: Leitfaden Blasenrehabilitation – Infektionsprophylaxe und Katheterisierungsschema (aktuelle Fassung).
Einrichtungsspezifische Fassung
Diese Fassung ist die allgemeine Vorlage. Die auf Ihre Einrichtung angepasste Version, der Download und die zugehörigen Checklisten sind Teil des Abos.
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