Stomaversorgung
01Zweck, Geltungsbereich und Qualifikation
1. Zweck, Geltungsbereich und Qualifikation
Diese Standard-Arbeitsanweisung (SAA) regelt die hygienisch sichere und qualitätsgesicherte Stomaversorgung für Rehabilitanden mit Colostoma, Ileostoma oder Urostoma in Ihre Einrichtung. Sie ist verbindlich für alle Mitarbeitenden des Pflege- und Therapieteams, die an der Stomaversorgung beteiligt sind, und dient dem Schutz der Rehabilitanden vor Infektionen sowie der Förderung des Selbstmanagements als Rehabilitationsziel.
Qualifikationsanforderungen
- Grundversorgung: Durchführung ausschließlich durch examinierte Pflegefachkräfte oder unter deren qualifizierter Supervision.
- Stomatherapeutische Expertise: Mindestens eine Pflegefachkraft pro Schicht soll in Stomapflege fortgebildet sein (z. B. Weiterbildung Wund- und Stomamanagement nach ICW-Curriculum oder gleichwertig).
- Selbstmanagement-Training: Pflegefachkräfte leiten Rehabilitanden systematisch zur eigenständigen Stomaversorgung an; Schulungsstand und -fortschritt werden dokumentiert.
- Jährliche Pflichtfortbildung zur Stomaversorgung für alle beteiligten Pflegekräfte.
- Rücksprache bei Komplikationen: Ärztlicher Dienst und/oder interne:r Hygienebeauftragte:r; bei komplexen Versorgungsproblemen ggf. Hinzuziehung einer externen Stomatherapeut:in.
02Stomapflege nach Stomatyp
2. Stomapflege nach Stomatyp
Allen Stomatypen gemeinsam ist die tägliche Inspektion auf Farbe (gesund: rosa-rot), Feuchtigkeit, Schleimhautbeschaffenheit, Stomagröße und peristomalen Hautzustand. Die Reinigung der peristomalen Haut erfolgt ausschließlich mit lauwarmem Wasser und weichem, fusselfreiem Einmalmaterial. pH-neutrale, nicht rückfettende Reinigungslotionen sind ergänzend möglich; Seifenreste müssen vollständig abgespült werden, da Rückstände die Haftung der Basisplatte reduzieren.
Ungeeignet und kontraindiziert für die peristomale Haut sind: Desinfektionsmittel, alkoholhaltige Lösungen, rückfettende Salben/Cremes/Pflegetücher, fetthaltige Substanzen sowie parfümierte Produkte (Haftungsverlust, Hautirritationen).
Colostoma
- Ausscheidungskonsistenz: geformt bis breiig; vergleichsweise geringes peristomales Hautreizungsrisiko.
- Reinigungsrichtung: von außen nach innen (von der peristomalen Peripherie zur Stomaöffnung hin), mit je frischer Kompresse pro Wischbewegung.
- Wechselintervall einteilige Systeme: 1–3× täglich (zu häufiger Wechsel verursacht mechanische Hautschädigung).
- Wechselintervall zweiteilige Basisplatte: alle 2–4 Tage; Beutel nach Bedarf 1–3× täglich.
Ileostoma
- Ausscheidungskonsistenz: flüssig bis breiig; stark enzymatisch aktiv – hohes peristomales Irritationsrisiko bei Unterwanderung.
- Reinigungsrichtung: von außen nach innen (s. o.).
- Exaktes Zuschneiden der Basisplatte: maximaler Spielraum 1–2 mm um die Stomaöffnung, um Hautkontakt mit Darminhalt zu minimieren.
- Beutel bei 1/3 bis 1/2 Füllstand leeren, um Gewichtszug auf die Basisplatte zu vermeiden.
- Wechselintervall einteilige Systeme: mind. 1× täglich; zweiteilige Basisplatte: alle 2–3 Tage; Beutel mind. 1× täglich.
- Tägliche Flüssigkeitsbilanzierung obligatorisch (Risiko High-Output-Syndrom, s. Kap. 5).
Urostoma
- Ausscheidung: Urin; erhöhtes Infektionsrisiko bei Rückfluss in das Urostoma.
- Reinigungsrichtung Urostoma: von innen nach außen (von der Stomaöffnung nach peripher) ODER Haut und Schleimhaut mit getrennten Kompressen reinigen, um aszendierende Keimverschleppung zu minimieren.
- Antirefluxventil des Urostomiebeutels bei jedem Wechsel auf Funktion prüfen.
- Wechselintervall einteilige Systeme: mind. 1× täglich; zweiteilige Basisplatte: alle 2–3 Tage; Beutel mind. 1× täglich.
- Nachts: Nachtbeutel mit Ablaufsystem verwenden, um lagebedingte Unterwanderungen zu vermeiden.
- Urin täglich auf Trübung, Geruch und Flocken beurteilen (Harnwegsinfektion-Frühzeichen).
03Beutelwechsel – Standardvorgehen
3. Beutelwechsel – Standardvorgehen
Benötigte Materialien (vor Beginn bereitstellen)
- Neuer Stomabeutel bzw. Basisplatte + Beutel (passend zur aktuellen Stomagröße)
- Einmalhandschuhe, ungepudert (Nitril)
- Ggf. flüssigkeitsdichter Einwegschutzkittel (bei erhöhtem Spritzrisiko oder bekannter Infektionserkrankung)
- Weiches, fusselfreies Einmalmaterial (Einmalkompressen, keine Zellstoff-/Küchentücher)
- Lauwarmes Wasser (ggf. alkohol- und parfümfreie Einmaltücher)
- Schutzfilm/-spray (Acrylat- oder Cyanoacrylat-basiert, lt. Reinigungs- und Desinfektionsmittelplan)
- Stomaschablone oder vorgemessener Ausschnitt
- Ggf. Kleberlöser (lt. Reinigungs- und Desinfektionsmittelplan)
- Verschließbarer Entsorgungsbeutel
- Pflegedokumentation / Stomapass
Ablauf
- Hygienische Händedesinfektion: VAH-gelistetes Händedesinfektionsmittel (lt. Reinigungs- und Desinfektionsmittelplan), mind. 30 Sekunden einreiben, kein Wasser zugeben.
- PSA anlegen: Ungepuderte Nitrilhandschuhe anziehen; ggf. flüssigkeitsdichten Einwegschutzkittel.
- Alten Beutel entleeren (Inhalt ins WC).
- Basisplatte ablösen: Sanfter Gegendruck auf die Haut, Ablösen von oben nach unten – kein Abreißen (Hautstripping-Risiko). Bei Bedarf Kleberlöser verwenden (lt. Reinigungs- und Desinfektionsmittelplan).
- Stoma- und Hautkontrolle: Stoma (Farbe, Größe, Schleimhautintegrität) und peristomale Haut (Rötung, Erosionen, Unterwanderungszeichen) beurteilen. DET-Score erheben und dokumentieren (s. Kap. 4).
- Reinigung: Peristomale Haut mit lauwarmem Wasser und Einmalkompresse reinigen (Richtung je nach Stomatyp, s. Kap. 2). Haut vollständig trocknen lassen oder trocken abtupfen – nicht reiben.
- Schutzfilm auftragen: Auf die gesamte peristomale Haut (nicht auf das Stoma) auftragen, vollständig trocknen lassen (ca. 30 Sekunden).
- Neue Basisplatte / Beutel anbringen: Basisplatte exakt auf das Stoma zentrieren, fest andrücken (mind. 30 Sekunden, Handwärme fördert Haftung).
- Entsorgung: Alten Beutel in verschlossenem Entsorgungsbeutel entsorgen (s. Kap. 6).
- PSA ablegen, Händedesinfektion: Handschuhe ausziehen, erneute hygienische Händedesinfektion.
- Dokumentation: Wechsel, Stomabefund, DET-Score, Ausscheidung und Besonderheiten dokumentieren (s. Kap. 7).
04Hautschutz peristomal
4. Hautschutz peristomal
Peristomale Hautschäden entstehen primär durch feuchtigkeitsbedingte Hautschäden (MASD – Moisture-Associated Skin Damage) und durch adhäsivbedingte Verletzungen (PMARSI – Peristomal Medical Adhesive-Related Skin Injury). Präventive Maßnahmen haben Vorrang vor therapeutischen.
Prävention
- Schutzfilm/-spray bei jedem Basisplattenwechsel auf die gesamte peristomale Klebefläche auftragen (nicht auf das Stoma selbst); Acrylat- oder Cyanoacrylat-basierte Produkte bieten bei Hochrisikorehabilitation verstärkten Schutz (lt. Reinigungs- und Desinfektionsmittelplan).
- Hydrokolloide Schutzringe/-scheiben (Stomapaste, Schutzring) zwischen Basisplatte und peristomaler Haut bei unebenen Stomaregionen oder häufigen Unterwanderungen einsetzen.
- Exaktes Zuschneiden: Basisplatten-Ausschnitt max. 1–2 mm größer als aktuelle Stomaöffnung.
- Keine rückfettenden Cremes, Salben oder Pflegeschaum im Klebebereich – diese beeinträchtigen die Basisplattenhaftung und begünstigen Unterwanderungen.
- Wechselintervalle einhalten: Zu häufiger Wechsel verursacht mechanische Hautschädigung (Stripping). Intervalle gemäß Kap. 2 und 3.
- Kleberlöser bei schwierigem Ablösen verwenden, statt Kraft anzuwenden.
Therapeutisches Vorgehen nach DET-Score
Der DET-Score (Discolouration – Erosion – Tissue Overgrowth) bewertet den peristomalen Hautzustand; Score 0 = gesunde Haut, Score ≥4 = interventionsbedürftig.
- Grad 1 – Verfärbung/Rötung (DET 1–3): Ursache identifizieren (Unterwanderung, falscher Ausschnitt, allergische Reaktion); Versorgungssystem und Ausschnittgröße anpassen; Schutzfilm intensivieren.
- Grad 2 – Erosion/Nässen (DET 4–6): Stomapuder (Pektin- oder Hydrokolloidsbase) auf die nässende Fläche auftragen, Überschuss abpusten, Schutzfilm darüber, dann Basisplatte. Rücksprache mit ärztlichem Dienst oder Hygienebeauftragten.
- Grad 3 – Tiefe Läsion/Gewebeverlust (DET >6): Umgehende ärztliche Vorstellung; ggf. Wundversorgung und Systemwechsel durch erfahrene Stomatherapeut:in.
05Komplikationserkennung und Maßnahmen
5. Komplikationserkennung und Maßnahmen
Alle relevanten Auffälligkeiten werden unverzüglich dem ärztlichen Dienst gemeldet und dokumentiert. Die interne Hygienebeauftragte / der interne Hygienebeauftragte wird bei Infektionsverdacht einbezogen.
High-Output-Syndrom (HOS) – Ileostoma
- Definition: Ileostomaoutput >1.500 ml/24 h über mehr als 2 aufeinanderfolgende Tage.
- Zeichen: Häufiges Beuteleeren (>6×/Tag), Dehydratation, Gewichtsabnahme, Elektrolytentgleisung (Hypokaliämie, Hyponatriämie).
- Maßnahmen: Sofortige Information des ärztlichen Dienstes; engmaschige Flüssigkeitsbilanzierung; hypotone Getränke (Wasser, Tee) meiden, isotone Trinklösungen bevorzugen; ballaststoffangepasste Ernährung; medikamentöse Therapie (z. B. Loperamid) und Elektrolytsubstitution nach ärztlicher Anordnung.
Weitere Stomakomplikationen
| Komplikation | Erkennungszeichen | Sofortmaßnahme |
|---|---|---|
| Stomaprolaps | Vorfall der Schleimhaut ≥2 cm über Hautniveau, ggf. Schwellung | Arzt informieren; feuchte Kompresse auflegen; keine Reposition durch Pflege ohne ärztliche Anweisung |
| Stomarückzug/-einziehung | Stoma unterhalb des Hautniveaus, Leckagerisiko erhöht | Arzt informieren; konvexes Versorgungssystem erwägen; Stomatherapeut:in einbeziehen |
| Stomanekrose | Verfärbung dunkelrot bis schwarz, kein Blutungsreflex bei Berührung | Unverzüglich Arzt informieren – chirurgische Notfallsituation |
| Parastomale Hernie | Vorwölbung neben dem Stoma, Größenzunahme im Stehen/Pressen | Arzt informieren; ggf. Stomagürtel; Hebeanstrengungen reduzieren |
| Peristomale Infektion / Abszess | Rötung, Schwellung, Schmerz, eitrige Sekretion, Fieber | Arzt und ggf. Hygienebeauftragte:n informieren; ggf. Abstrichentnahme; Infektionsabfallmanagement aktivieren |
| Harnwegsinfektion (Urostoma) | Trüber, übelriechender Urin, ggf. Fieber, Flockungen im Beutel | Arzt informieren; Mittelstrahlurin-Ersatzprobe aus Beutelablauf; Beutel wechseln |
06Entsorgung und Abfallmanagement
6. Entsorgung und Abfallmanagement
Gebrauchte Stomabeutel ohne bekannte übertragbare Infektion des/der Rehabilitanden gelten gemäß LAGA M 18 als nicht-infektiöser Abfall (Abfallschlüssel AS 18 01 04) und werden als Siedlungsabfall (Restmüll/Klinikabfall) entsorgt.
Standardentsorgung (kein Infektionsverdacht)
- Stomabeutel vor Ablösen entleeren (Inhalt ins WC).
- Gebrauchten Beutel sofort in einem verschließbaren Einwegbeutel verknoten.
- Entsorgung in den Restmüll (Abfallbehälter mit Deckel und Fußpedal im Zimmer/Nasszelle).
- Abfallbehälter täglich leeren; wöchentlich oder nach sichtbarer Kontamination reinigen und desinfizieren (lt. Reinigungs- und Desinfektionsmittelplan).
- Händedesinfektion nach jeder Entsorgung.
Entsorgung bei bekannten Infektionskrankheiten (z. B. C. difficile, MRSA, VRE, Norovirus)
- Entsorgung als infektiöser Abfall (AS 18 01 03*) in reißfesten, flüssigkeitsdichten, verschlossenen und gekennzeichneten Spezialentsorgungsbehältern gemäß einrichtungsinternem Hygieneplan.
- Einstufung erfolgt in Rücksprache mit dem/der internen Hygienebeauftragten.
- Erweiterte PSA während der Versorgung (Einwegkittel, Handschuhe, ggf. Mund-Nasen-Schutz).
- Hygienische Händedesinfektion unmittelbar nach Ausziehen der Handschuhe.
07Dokumentation und Übergabe
7. Dokumentation und Übergabe
Eine lückenlose Dokumentation sichert die Kontinuität der Stomaversorgung bei Schichtwechsel, Verlegung und Entlassung.
Laufende Pflegedokumentation
- Datum und Uhrzeit jedes Beutelwechsels.
- Stomatyp, verwendetes Versorgungssystem (Hersteller, Artikelnummer, Lotnummer).
- Stomabefund: Farbe, Größe, Schleimhautbeschaffenheit.
- Peristomaler Hautzustand: DET-Score (0–15), Beschreibung von Auffälligkeiten.
- Ausscheidungsmenge (ml/24 h bei Ileostoma obligatorisch), Konsistenz, Farbe.
- Eingeleitete Maßnahmen und Besonderheiten.
- Fotodokumentation bei Erstversorgung, Veränderungen oder Komplikationen – mit Einwilligung des/der Rehabilitanden; Ablage in der elektronischen Akte.
Stomapflegepass
- Jede:r Rehabilitand:in mit Stoma erhält einen Stomapflegepass (Papier- oder Digitalformat).
- Inhalt: Stomatyp, aktuelle Stomagröße, verwendetes Versorgungssystem, Wechselintervall, Kontakte (Stomatherapeut:in, Sanitätshaus/Versorger), Besonderheiten.
- Aktualisierung bei jeder Versorgungsänderung.
Überleitungsbogen bei Entlassung
- Erstellung eines Überleitungsbogens für den weiterbetreuenden Dienst (ambulante Pflege, Hausarzt, Stomatherapeut:in).
- Inhalt: aktuelles Stoma- und Hautbild (ggf. mit Foto), Versorgungssystem und Hersteller, Komplikationen und eingeleitete Maßnahmen, Verbrauchsmaterialien und Rezepturempfehlungen, Schulungsstand und Selbstversorgungsfähigkeit des/der Rehabilitanden.
- Aushändigung an Rehabilitand:in und weiterbetreuende Einrichtung im Entlassungsgespräch.
Quellen
- Fachgesellschaft Stoma, Kontinenz und Wunde (FgSKW) e.V.: Leitlinie zur Stomatherapie. Stand August 2011 (Update in Bearbeitung). Selm: FgSKW. www.fgskw.org
- KRINKO (Kommission für Krankenhaushygiene und Infektionsprävention am RKI): Empfehlung zur Prävention nosokomialer Infektionen in Einrichtungen der Rehabilitation. Bundesgesundheitsblatt 2025 – Aktualität und Verfügbarkeit beim RKI prüfen: www.rki.de
- Technische Regeln für Biologische Arbeitsstoffe (TRBA 250): Biologische Arbeitsstoffe im Gesundheitswesen und in der Wohlfahrtspflege. BAuA, aktualisierte Fassung 2021.
- LAGA (Länderarbeitsgemeinschaft Abfall): Vollzugshilfe M 18 – Entsorgung von Abfällen aus Einrichtungen des Gesundheitsdienstes. 2021.
- Tabori E, Weißgerber P et al.: Leitfaden und Empfehlungen für die Hygiene in der Koloproktologie. Herausgegeben von BCD und DGK. Coloproctology 2024. DOI: 10.1007/s00053-024-00782-0
- LeBlanc K, Whiteley I, McNichol L et al.: Peristomal Medical Adhesive-Related Skin Injury (PMARSI): A Consensus. Journal of Wound, Ostomy and Continence Nursing 2019;46(2):125–136.
- Fletcher J, Kirkwood L, Hawkins J: Peristomal Skin Complications. Wounds International Supplement 2020.
- Wounds International: Best Practice Recommendations for the Prevention and Management of Peristomal Skin Complications. Herausgeber: LeBlanc K et al. 2019. www.woundsinternational.com
- Hollister Incorporated: Klinische Empfehlungen zur peristomalen Hautpflege. 2023. www.hollister.de
- B. Braun Melsungen AG: Peristomale Hautkomplikationen – klinische Übersicht. www.bbraun.de (Abruf 2025)
- Bundesministerium der Justiz: Infektionsschutzgesetz (IfSG) §23, §36. Aktuelle Fassung. www.gesetze-im-internet.de
- Bundesministerium für Arbeit und Soziales: Biostoffverordnung (BioStoffV). Aktuelle Fassung. www.gesetze-im-internet.de