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Prevent Infect
SAA-REHA-031

Umgang mit Infusionen und Parenteralia

Letzte Prüfung
10.04.2026
Rechtsgrundlage
§23 IfSG; §35 ApBetrO; KRINKO Gefäßkatheter Teil 1 – ZVK (2017); KRINKO Gefäßkatheter Teil 2 – PVK und arterielle Katheter (2017); KRINKO Händehygiene (2016); Transfusionsrichtlinien der Bundesärztekammer (aktuelle Fassung); ADKA-Leitlinie Aseptische Zubereitung Parenteralia Version 5 (2025); TRBA 250; DGEM S3-Leitlinie Heimparenterale Ernährung AWMF 073-021 (2024)
01Zweck und Geltungsbereich

1. Zweck und Geltungsbereich

Diese Standard-Arbeitsanweisung regelt den hygienisch sicheren Umgang mit intravenösen Infusionen, parenteralen Lösungen und zugehörigen Infusionssystemen in allen Rehabilitationseinrichtungen von Ihre Einrichtung. Sie gilt verbindlich für alle Pflegefachkräfte und Ärztinnen/Ärzte, die Infusionstherapien vorbereiten, durchführen oder überwachen.

Ziel ist die Prävention gefäßkatheterassoziierter Infektionen sowie die Sicherstellung eines einheitlichen aseptischen Standards. Bei Fragen zur Umsetzung erfolgt die Rücksprache mit dem/der hygienebeauftragten Arzt/Ärztin oder der Pflegehygienefachkraft der Einrichtung.

Geltungsbereich

  • Alle Stationen und Bereiche von Ihre Einrichtung, in denen Infusionstherapien durchgeführt werden
  • Periphervenöse Verweilkanülen (PVK) und daran angeschlossene Infusionssysteme
  • Parenterale Ernährung über periphere oder – soweit in der Einrichtung vorhanden – zentralvenöse Zugänge
  • Nicht erfasst: Anlage und Pflege von ZVK und Port-Systemen (→ gesonderte SAA ZVK/Port-Management)
02Hygienische Grundvoraussetzungen

2. Hygienische Grundvoraussetzungen

Händehygiene

  • Vor und nach jeder Manipulation am Infusionssystem oder Gefäßzugang: hygienische Händedesinfektion nach dem 6-Schritt-Schema der WHO (Einwirkzeit mind. 30 Sekunden; alle Handabschnitte einschließlich Fingerkuppen, Daumen und Zwischenräume erfassen)
  • Sterile Handschuhe: bei Anlage eines PVK sowie bei Zubereitungen unter aseptischen Bedingungen
  • Unsterile Einmalhandschuhe: bei allen Manipulationen am laufenden Infusionssystem und bei Blutungsgefahr
  • Handschuhe ersetzen die Händedesinfektion nicht – vor dem Anziehen und nach dem Ausziehen desinfizieren

Arbeitsfläche und Umgebung

  • Infusionsvorbereitung ausschließlich auf einer zuvor wischdesinfizierten Arbeitsfläche (Desinfektionsmittel und Einwirkzeit gemäß einrichtungsinternem Reinigungs- und Desinfektionsmittelplan)
  • Keine Infusionsvorbereitung auf Bettflächen oder Nachttischen der Rehabilitandinnen/Rehabilitanden
  • Arbeitsfläche nach Kontamination sofort erneut desinfizieren

Persönliche Schutzausrüstung (PSA)

  • Einmalhandschuhe (unsteril) bei Blut- und Sekretexposition
  • Mund-Nasen-Schutz bei erhöhter Spritzgefahr
  • Schutzschürze bei Gefahr der Kontamination der Berufskleidung (siehe auch SAA Umgang mit persönlicher Schutzausrüstung)
03Anlage und Pflege periphervenöser Zugänge (PVK)

3. Anlage und Pflege periphervenöser Zugänge (PVK, siehe auch SAA Umgang mit PVK)

Anlage des PVK

  1. Händedesinfektion durchführen (s. Kap. 2), sterile Handschuhe anziehen
  2. Stauschlauch anlegen, geeignete Vene ertasten (bevorzugte Lokalisationen: Unterarm dorsal, Handrücken; Ellenbeuge nur wenn unvermeidbar – erhöhtes Phlebitisrisiko)
  3. Hautdesinfektion: Sprüh-Wisch-Sprüh-Methode mit einem Octenidin- oder Chlorhexidin-haltigen Hautantiseptikum mit Remanenzeffekt; Einwirkzeit mindestens 30 Sekunden vollständig einhalten; Haut nach Desinfektion nicht mehr berühren
  4. Einstich im flachen Winkel (15–30° bei oberflächlichen Venen); nach Blutrücklauf in den Konus Mandrin ca. 2 mm zurückziehen, dann Kunststoffkatheter vollständig in die Vene vorschieben
  5. Stauschlauch lösen, Rücklauf und Durchgängigkeit durch kurze Spülung mit steriler NaCl 0,9 % (2–5 ml) kontrollieren
  6. PVK mit sterilem Pflaster oder transparentem Folienverband fixieren; Einstichstelle muss sichtbar und steril abgedeckt bleiben

Verbandanlage und tägliche Inspektion

  • Verband im Bereich der Eintrittsstelle muss steril sein (Gaze- oder Folienverband)
  • Tägliche Inspektion des Verbandes und der Eintrittsstelle: sichtbare Inspektion auf Rötung, Schwellung, Sekret; ggf. Palpation durch Verband auf Schmerzhaftigkeit
  • Verbandwechsel nur bei Indikation: Verschmutzung, Ablösung, Durchfeuchtung oder fehlender Einsehbarkeit der Eintrittsstelle
  • Bei Verbandwechsel: aseptische Technik, Eintrittsstelle mit Octenidin- oder Chlorhexidin-haltigem Antiseptikum behandeln (mit Remanenzeffekt); Einwirkzeit beachten

Liegedauer und Entfernung

  • Kein routinemäßiger PVK-Wechsel nach festem Zeitintervall (KRINKO 2017, Kat. IB) – Wechsel erfolgt ausschließlich klinisch indiziert
  • Sofortige Entfernung bei: Rötung, Schwellung, Überwärmung, Schmerz an der Eintrittsstelle, Verdacht auf Phlebitis oder katheterassoziierte Infektion, Okklusion, Paravasation oder fehlendem therapeutischen Bedarf
  • Unter nicht streng aseptischen Bedingungen gelegte PVK (z. B. Notfallsituation): innerhalb von 24 Stunden entfernen und an anderer Stelle neu anlegen
  • Nicht genutzte PVK (keine i.v.-Medikation geplant): unverzüglich entfernen
  • Befund der täglichen Inspektion und Entfernung in der Rehabilitandendokumentation vermerken (s. Kap. 10)
04Vorbereitung und Richten von Infusionen

4. Vorbereitung und Richten von Infusionen

  1. Händedesinfektion durchführen (s. Kap. 2)
  2. Arbeitsfläche wischdesinfizieren und vollständige Einwirkzeit abwarten
  3. Infusionsbehältnis prüfen: Unversehrtheit der Verpackung, Klarheit und Farbe der Lösung (keine Trübung, keine Partikel, keine Farbveränderung), Verfallsdatum
  4. Schutzkappe der Infusionsflasche bzw. des Infusionsbeutels entfernen; Gummimembran oder Einstechodon mit einem alkoholgetränkten Desinfektionstupfer wischen (Sprühdesinfektion allein ist nicht ausreichend); vollständige Einwirkzeit abwarten und Membran trocknen lassen
  5. Infusionsgerät aseptisch einstichen (Spiking): Verschlüsse und Anschlussteile während des Einstechens nicht mit Fingern berühren; bei Glasflaschen Luftausgleichsfilter öffnen
  6. Schlauchsystem blasenfrei befüllen (Entlüften)
  7. Anbruchdatum und -uhrzeit mit wasserfestem Stift auf der Flasche/dem Beutel vermerken

Hinweis Vorbeutel und Dreikammerbeutel (parenterale Ernährung): Kammernähte unmittelbar vor Verabreichung aktivieren; Vitamine und Spurenelemente kurz vor Applikation zumischen (s. Kap. 8).

05Zumischen von Medikamenten

5. Zumischen von Medikamenten

Das Zumischen von Medikamenten in Infusionslösungen auf Station ist nur bei fehlender Möglichkeit der Apothekenversorgung und unter streng aseptischen Bedingungen zulässig. Apothekenseitig fertig zubereitete Infusionen sind stets zu bevorzugen.

Durchführung

  1. Händedesinfektion, sterile Handschuhe anziehen (s. Kap. 2)
  2. Kompatibilität des Medikaments mit der Trägerlösung vor dem Zumischen verbindlich prüfen (Fachinformation, Kompatibilitätsdatenbank oder Rücksprache mit Apotheke)
  3. Gummimembran der Infusionsflasche erneut wischdesinfizieren; Einwirkzeit vollständig einhalten
  4. Sterile Einmalspritze und sterile Kanüle verwenden; Schutzkappen unmittelbar vor Benutzung entfernen – keine Berührung der Kanülenspitze oder Spritzenkonus
  5. Medikament aufziehen und über die desinfizierten Gummimembran aseptisch in die Infusionsflasche einspritzen; kein direkter Kontakt mit der Membranoberfläche nach Desinfektion
  6. Zubereitung leicht schwenken (nicht schütteln), auf Farbveränderungen/Ausflockungen prüfen
  7. Etikett mit Medikamentname, Dosis, Zubereiter:in, Datum und Uhrzeit sowie Aufbrauchfrist auf die Flasche kleben

Besondere Hinweise

  • Keine Zumischung von mehr als einem Medikament ohne explizite Kompatibilitätsprüfung
  • Angebrochene Ampullen unverzüglich verwerfen – keine Lagerung von Ampullenresten
  • Zubereitete Infusionslösungen sind sofort zu applizieren; Aufbewahrung nur wenn Stabilitätsdaten aus der Fachinformation vorliegen und Kühllagerbedingungen sichergestellt sind
  • Zytostatika und immunsuppressive Substanzen dürfen ausschließlich in der Apotheke unter LAF-Bedingungen zubereitet werden
06Anschluss, Führung und Diskonnektierung

6. Anschluss, Führung und Diskonnektierung

Anschluss der Infusion

  1. Händedesinfektion durchführen
  2. Konnektionsstellen (Katheterhub, Dreiwegehahn, nadelfreies Konnektionsventil/NFC) durch aktive Wischdesinfektion mit einem alkoholischen Tupfer desinfizieren: mindestens 15 Sekunden kräftig friktionieren, vollständig trocknen lassen
  3. Infusionssystem anschließen; Durchgängigkeit durch kurze Spülung mit steriler NaCl 0,9 % (2–5 ml) kontrollieren
  4. Flussrate/Tropfgeschwindigkeit gemäß ärztlicher Anordnung einstellen; Beginn der Infusion dokumentieren

Führung der laufenden Infusion

  • Regelmäßige Kontrolle der Eintrittsstelle auf Extravasat, Rötung, Schwellung
  • Infusionssystem auf Undichtigkeiten und Luftblasen im Schlauch kontrollieren
  • Dreiwegehähne und NFC: vor und nach jeder Injektion/Nutzung mit alkoholischem Tupfer ≥15 Sekunden wischdesinfizieren; unbenutzte Zugänge steril verschlossen halten
  • Infusionsflasche/Beutel nicht auf dem Boden ablegen oder unkontrolliert hängen lassen

Diskonnektierung und Entfernung

  1. Infusion regulär beenden: Rollklemme schließen
  2. Konnektionsstelle vor dem Trennen wischdesinfizieren (alkoholischer Tupfer, ≥15 s)
  3. System trennen; freies Ende des Katheters mit steriler Verschlusskappe (Mandrin oder sterilem Stopfen) verschließen – keine Wiederverwendung von Originalkappen
  4. Bei Entfernung des PVK: Kanüle unter leichtem Druck zügig herausziehen; Eintrittsstelle mit sterilem Tupfer für 1–2 Minuten komprimieren; steriles Pflaster applizieren; auf Nachblutung und Hämatom kontrollieren
  5. Verwendete Kanülen sofort in bereitgestellten Sharps-Behälter entsorgen – kein Recapping
07Wechselintervalle Infusionssysteme

7. Wechselintervalle Infusionssysteme

Infusionssysteme (inkl. Dreiwegehähne und nadelfreie Konnektionsventile) werden nach folgenden Intervallen gewechselt:

Infusionstyp / Substanz Maximales Wechselintervall Evidenzgrad (KRINKO 2017)
Standardinfusionen (ohne Lipide, Blut oder Blutprodukte) Nicht häufiger als alle 96 Stunden Kat. IA
Lipidhaltige Infusionen / parenterale Ernährung (lipidhaltig) Mindestens alle 24 Stunden Kat. IB / Fachinformation
Blut und Blutprodukte Alle 6 Stunden (Transfusionsrichtlinie BÄK) Rechtliche Vorgabe
Propofol-Infusionen Alle 12 Stunden Kat. IA / Fachinformation

Zusätzliche Wechselindikationen (unabhängig vom Zeitintervall)

  • Sofort bei Verdacht auf eine katheterassoziierte Infektion (Fieber unklarer Ursache, lokale Entzündungszeichen)
  • Sofort bei sichtbarer Kontamination oder Beschädigung des Systems
  • Mit jedem Wechsel des Infusionsbehältnisses bei lipidhaltigen Lösungen und Blutprodukten

Kennzeichnung und Dokumentation

  • Datum und Uhrzeit des Systemwechsels direkt am Infusionssystem (Klebestreifen am Dreiwegehahn oder Schlauch) vermerken
  • Dreiwegehähne und NFC in der Regel gleichzeitig mit dem Infusionssystem wechseln
  • Systemwechsel mit Datum, Uhrzeit und Name der durchführenden Person in der Rehabilitandendokumentation erfassen
08Parenterale Ernährung

8. Parenterale Ernährung (PE)

Parenterale Ernährung wird in Rehabilitationseinrichtungen ausschließlich auf ärztliche Anordnung und bei klarer medizinischer Indikation (unzureichende enterale Ernährungsmöglichkeit) eingesetzt. Die enterale Ernährung hat Vorrang; PE dient der Überbrückung bis zur Wiederherstellung ausreichender oraler/enteraler Aufnahme.

Zugangswahl

  • Periphervenöse PE (pPE): nur kurzzeitig möglich (in der Regel max. 10–14 Tage); ausschließlich mit Lösungen ≤850 mOsmol/l (höhere Osmolarität erhöht das Thrombophlebitisrisiko erheblich); tägliche Kontrolle auf Phlebitiszeichen
  • Zentralvenöse PE: via ZVK, getunneltem Katheter (Hickman) oder Port-System; Anlage, Pflege und Handling zentralvenöser Zugänge sind in der gesonderten SAA ZVK/Port-Management geregelt – diese SAA ist ergänzend heranzuziehen

Vorbereitung und Handling

  1. Händedesinfektion, sterile Handschuhe (s. Kap. 2)
  2. Dreikammerbeutel erst unmittelbar vor Verabreichung aktivieren (Kammernähte öffnen und durchmischen); nach Aktivierung sofort verwenden
  3. Vitamine und Spurenelemente aus Stabilitätsgründen erst kurz vor Applikation zumischen
  4. Beutel auf Unversehrtheit, Klarheit der Lösung, Ausflockungen und Farbveränderungen prüfen – bei Auffälligkeiten verwerfen und Arzt/Ärztin informieren
  5. Keine Zumischung weiterer Medikamente ohne explizite Kompatibilitätsprüfung (Rücksprache Apotheke)
  6. Infusionsleitung (inkl. Filter): Standzeit max. 24 h (s. Kap. 7)

Monitoring bei laufender PE

  • Täglich: Inspektion der Eintrittsstelle, Körpergewicht, Flüssigkeitsbilanz, Blutzuckerkontrolle (Zielbereich nach ärztlicher Vorgabe; typisch: 7,8–10 mmol/l)
  • Regelmäßig: Laborkontrollen (Elektrolyte, Leber- und Nierenwerte, Triglyzeride) gemäß ärztlicher Anordnung
  • Bei Zeichen einer katheterassoziierten Infektion (Fieber, Schüttelfrost, lokale Entzündung): sofortige Meldung an Arzt/Ärztin; ggf. Katheterentfernung und mikrobiologische Diagnostik
09Lagerung und Aufbrauchfristen

9. Lagerung und Aufbrauchfristen

  • Standardinfusionslösungen: lichtgeschützt bei 15–25 °C lagern (sofern Fachinformation keine abweichenden Angaben enthält)
  • Kühlpflichtige Lösungen (z. B. bestimmte Aminosäurelösungen, Insulinpräparate): 2–8 °C; Entnahme aus dem Kühlschrank max. 30 Minuten vor Applikation
  • Dreikammerbeutel (PE, unaktiviert): im Originalzustand bis Verfalldatum in der Regel ohne Kühlung lagerbar; nach Aktivierung sofort verbrauchen (keine Lagerung aktivierter Beutel ohne Herstellerfreigabe)
  • Aufbrauchfrist nach Anbruch: max. 24 Stunden (angebrochene Infusionsflaschen/-beutel ohne besondere Herstellerangaben); Anbruchdatum und -uhrzeit auf dem Behältnis vermerken
  • Mehrdosis-Gebinde: Anbruchdatum und -uhrzeit kennzeichnen; Aufbrauchfrist gemäß Fachinformation, maximal 24 Stunden; Aufbewahrung im Kühlschrank wenn vorgeschrieben
  • Angebrochene Ampullen: Restinhalt grundsätzlich verwerfen – keine Lagerung von Ampullenresten (Kontaminationsrisiko)
  • Lichtempfindliche Lösungen (z. B. Nitroglyzerin, bestimmte Vitaminpräparate): in Lichtschutzfolie oder lichtundurchlässigem Infusionssystem applizieren
10Dokumentation

10. Dokumentation

Alle dokumentationspflichtigen Einträge erfolgen zeitnah und vollständig in der Rehabilitandendokumentation von Ihre Einrichtung.

Gefäßzugang (PVK)

  • Datum und Uhrzeit der Anlage, Anlageort (z. B. „re. Unterarm dorsal"), Kanülengröße (Gauge)
  • Ergebnis der täglichen Inspektion: unauffällig oder Befundbeschreibung (Rötung, Schwellung, Schmerz)
  • Datum und Uhrzeit der Entfernung sowie Grund (regulär, Phlebitis, kein Bedarf etc.)

Infusionstherapie und Systemwechsel

  • Ärztliche Verordnung: Präparat, Dosis, Volumen, Laufrate, Applikationsdauer
  • Beginn und Ende jeder Infusion (Uhrzeit)
  • Wechsel des Infusionssystems: Datum, Uhrzeit, Name der durchführenden Person
  • Zumischungen: Medikamentname, Dosis, Chargennummer, Name der zubereitenden Person

Komplikationen und Abweichungen

  • Jede Komplikation (Phlebitis, Extravasat, Verdacht auf katheterassoziierte Infektion, Systemwechsel vor dem regulären Intervall) mit Befundbeschreibung, eingeleiteten Maßnahmen und Information an Arzt/Ärztin
  • Bei schwerwiegenden Ereignissen: Meldung gemäß einrichtungsinternem Fehler- und Meldesystem (CIRS)
Quellen
  1. KRINKO: Prävention von Infektionen, die von Gefäßkathetern ausgehen. Teil 2 – Periphervenöse Verweilkanülen und arterielle Katheter. Bundesgesundheitsblatt 60(2):216–230, 2017. DOI 10.1007/s00103-016-2487-4
  2. KRINKO: Prävention von Infektionen, die von Gefäßkathetern ausgehen. Teil 1 – Nichtgetunnelte zentralvenöse Katheter. Bundesgesundheitsblatt 60(2):171–206, 2017. DOI 10.1007/s00103-016-2486-5
  3. KRINKO: Händehygiene in Einrichtungen des Gesundheitswesens. Bundesgesundheitsblatt 59(9):1189–1220, 2016
  4. Apothekenbetriebsordnung (ApBetrO), §35: Herstellung von Arzneimitteln zur parenteralen Anwendung. Aktuelle Fassung
  5. ADKA-Leitlinie für die Aseptische Zubereitung und Prüfung applikationsfertiger Parenteralia in der Krankenhausapotheke. Version 5, Stand April 2025
  6. Bundesärztekammer: Richtlinien zur Gewinnung von Blut und Blutbestandteilen und zur Anwendung von Blutprodukten (Transfusionsrichtlinien). Aktuelle Fassung, Bundesanzeiger
  7. Deutsche Gesellschaft für Ernährungsmedizin (DGEM): S3-Leitlinie Heimenterale und heimparenterale Ernährung. AWMF-Register Nr. 073-021, Stand 2024
  8. Infektionsschutzgesetz (IfSG), §23: Nosokomiale Infektionen; Resistenzen; Einhaltung von Hygienestandards. Aktuelle Fassung
  9. TRBA 250: Biologische Arbeitsstoffe im Gesundheitswesen und in der Wohlfahrtspflege. Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA), aktuelle Fassung
  10. WHO: Hand Hygiene – Technical Reference Manual. WHO Press, Geneva, 2009
Einrichtungsspezifische Fassung
Diese Fassung ist die allgemeine Vorlage. Die auf Ihre Einrichtung angepasste Version, der Download und die zugehörigen Checklisten sind Teil des Abos.
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